Erfinderworkshop 2018 (abgesagt)

Abgesagt aufgrund mangelnder TeilnehmerInnen. Für eine Light-Version des Workshops, siehe Erfinderwoche 2018, welche im Herbst stattfindet.

Wer schon immer mal eine eigene Maschine bauen wollte, ist hier goldrichtig und herzlich willkommen. Im Sommer 2018 bietet die Erfinderwerkstatt den Erfinderworkshop an, der einen Einstieg in die Entwicklung und den Bau einer ebensolchen ermöglicht. Deren Art ist frei wählbar, sei es ein Roboterarm, ein Fahrzeug, ein neuartiges Musikinstrument oder etwas völlig anderes. Damit die Umsetzung innerhalb des zeitlichen Rahmens und mit den verfügbaren Materialien möglich ist, beraten wir die Teilnehmenden auch bei der Wahl und Planung ihrer Projekte.

Der Erfinderworkshop findet in der Stadt Zürich statt.

Entwicklung eines 3D-Druckers im Kinderuni Sommercamp 2017

Bild: 3D-Drucker-Bau im Projekt “Robotik” am KinderUni Sommercamp 2017

Von der Idee bis zur Maschine

Der Erfinderworkshop besteht aus 3 Teilen:

1. Entdecken (5 Tage, 23.-27. Juli 2018): Die Teilnehmenden werden in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie die Grundlagen der Elektrotechnik, Mechanik und Informatik erlernen und diese mit spannenden Kleinprojekten gleich in die Praxis umsetzen. Nach Halbzeit rotieren die Gruppen, sodass alle Teilnehmenden jeden Bereich kennen lernen können. Hier finden sie heraus, welche der Disziplinen jedem am besten liegt und bekommen eine Idee, welche Teamrolle sie in den zwei weiteren Blocks übernehmen möchten. Am letzten Tag kommen die Gruppen wieder zusammen, und alle, die eine Projektidee haben, können diese vorstellen. Wir evaluieren gemeinsam, welche Ideen im gegebenen Rahmen umsetzbar sind. Danach findet die Teambildung statt, bei der sich jede(r) TeilnehmerIn für ein Projekt entscheidet und äussert, in welcher Rolle sie/er sich am ehesten sieht. Dies ergibt einen ersten Schlachtplan für den Anfang, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weiterentwickeln wird.

2. Konzipieren (3 Tage, 29.-31. Juli 2018): In diesem Block kanalisiert jedes Team seine Energie, um die anfängliche Idee im Detail auszuarbeiten und zu einem Plan zu konkretisieren. Mit annotierten Skizzen und ersten 3D-Modellen werden die einzelnen Komponenten der Maschine entwickelt und so designed, dass sie zusammenpassen. Die benötigten elektronischen Komponenten werden ermittelt und auf einer Liste dokumentiert, um das benötigte Budget zu berechnen. Wir verfügen schon über viele Komponenten, die wir aus ausrangierten Geräten ausgebaut haben, sodass bei geschickter Wahl auch Bauteile verwendet werden können, die ansonsten ausserhalb des finanziellen Rahmens liegen würden.

3. Erschaffen (5 Tage 13.-17. August 2018): Nun sind alle Bauteile angekommen und der Bau der geplanten Maschine kann beginnen. Dank des vorherigen Blocks wissen alle Teilnehmenden, was es voraussichtlich zu tun gibt, und die Arbeit kann beginnen. Besonders motivierte Gruppen haben in den zwei Wochen seit dem letzten Block schon mit dem Formen der dreidimensionalen Modelle angefangen. Die 3D-Designer sitzen mit rauchenden Köpfen vor ihren Modellen, die Drucker laufen Tag und Nacht auf Hochtouren, und diejenigen, die sich für die Programmierung entschieden haben, tippen sich die Finger wund. Wir unterstützen die Teilnehmenden in ihrem kreativen Ausbruch und helfen ihnen bei den kniffligeren Problemen. Keine Maschine und kein Programm funktionieren auf Anhieb. Jede Gruppe wird mindestens einen Tag dafür aufwenden, fehlerhafte Teile zu korrigieren und Bugs zu fixen. Die Zeit ist knapp, und nur gutes Teamwork kann zum Erfolg führen. Ganz egal, ob die Maschine am Schluss läuft oder nicht – nach dem Erfinderworkshop  verfügt jede(r) TeilnehmerIn über das nötige Wissen, um das soeben erschaffene Gerät nach Belieben weiterzuentwickeln und weitere eigene Projekte von A-Z umzusetzen.

Anders als man es vom klassischen Ingenieursklischee her kennt, sind solche Workshops in der Regel eine höchst emotionale Angelegenheit. Ungeduld und Frustration mischen sich wild mit plötzlichen Ausbrüchen von Triumph, wenn eine besonders harte Nuss geknackt ist. Bei unseren vergangenen Kursen haben wir es regelmässig erlebt, dass einige der Teilnehmenden in einen Trance-ähnlichen Zustand verfallen sind. Wir sahen Personen, die sich sosehr in die Materie vertieft hatten, dass sie einige Sekunden Auftauchzeit brauchten, wenn sie angesprochen wurden. Wir, die Kursleiter, kennen das Gefühl aus eigener Erfahrung. Es ist die ultimative Konzentration und Faszination, die sämtliche Sorgen des Lebens für einen Moment verdrängt. Dennoch ist es wichtig, diesen Zustand periodisch zu unterbrechen, eine Pause einzulegen und kurz an die frische Luft zu gehen, um den Kopf auszulüften. Daher legt der Erfinderworkshop auch Wert auf die Zeit zwischen der Arbeit, in der man entspannen kann und sich näher kennen lernt.

Teilnahme

Abgesagt aufgrund mangelnder TeilnehmerInnen. Für eine Light-Version des Workshops, siehe Erfinderwoche 2018, welche im Herbst stattfindet.

Sponsoren

Räumlichkeiten:

Life Science Zürich Logo

Privatsponsor:

Dr. A. Guntern, Brig