Etappen in der Entwicklung der Erfinderwerkstatt

Als Informatikstudent der ETH kann ich dieses Projekt nicht “aus dem Boden stampfen”, da mir zu Beginn sowohl die zeitlichen Ressourcen als auch die Erfahrung für ein derart komplexes Projekt fehlten. Die Erfinderwerkstatt entsteht daher schrittweise, in kleinen Etappen über mehrere Jahre hinweg.

2016: Nachdem ich einige Jahre Kurse in verschiedenen Förderinstitutionen für Hochbegabte angeboten hatte, lancierte ich 2016 mit Hilfe von Sabine Zeller meinen ersten eigenen Anlass: das Wissenschafts-Wochenende, welches über vierzig Kindern und Jugendlichen Workshops und Vorträge in sechs verschiedenen Wissenschaften bot.

2017 stellte ich mit Alexey Ignatyev unseren ersten Tandemkurs zusammen: Das Projekt “Robotik” des KinderUni Sommercamps ’17 ermöglichte 20 Teilnehmenden die Entwicklung und Umsetzung von kleinen Maschinen oder Geräten. Die Kids stellten unter anderem eine funktionierende mobile Spielkonsole her und arbeiteten an einem selbstgebauten 3D-Drucker und einem Rover. Ein kurzer Probelauf davor mit den Jungleitern zeigte, dass die Themen für ihre Altersgrupe besonders interessant sind.

2018 will ich nun die positiven Erlebnisse der vergangenen beiden Jahre kombinieren und unter dem frisch kreierten Label “Erfinderwerkstatt” einen mehrteiligen Workshop anbieten, der speziell auf Gymnasiasten zugeschnitten ist. Nach einer Einführung und Entwurfsphase werden die benötigten Materialien und elektronischen Komponenten bestellt und schlussendlich zusammengebaut und programmiert. Der Workshop ist ein Komplettkurs und erfüllt die beiden ersten der obig erwähnten Fokuspunkte.

2019 oder 2020 soll die Erfinderwerkstatt sesshaft werden. Ziel ist es, einen mit dem ÖV erreichbaren Raum einzurichten, der sowohl Dokumentation als auch diverse Materialien wie Werkzeuge 24/7 bereitstellt und mit einem Badge zugänglich ist. Anstatt einzelne Events anzubieten, wird die Erfinderwerkstatt so zu einer permanenten Einrichtung, welche ihren Mitgliedern Raum bietet, sich technisch frei zu entfalten. Damit soll endlich auch das dritte Ziel, die Erschaffung einer Community, erreicht werden. Ein möglicher Rahmen für eine solche Institution wäre beispielsweise eine Non-profit-Organisation.